EZB sieht digitalen Euro als nützlich für „alle Bürger

EZB sieht digitalen Euro als nützlich für „alle Bürger

  • EZB-Präsidentin Christine Lagarde sprach auf der EZB-Ratssitzung am 21. Januar über den digitalen Euro.
  • Eine richtige Umsetzung wäre für alle Menschen nützlich, nicht nur für die Eliten oder die Jugend.
  • Die EZB unternimmt Schritte in Richtung eines CBDC, während sich die Technologie – und die Bedrohung durch ausländische CBDCs – weiterentwickelt.

Wollen Sie lernen, wie man handelt? Holen Sie sich jetzt einen Anfängerleitfaden von der _BeInCrypto Academy_!

Das Trust Project ist ein internationales Crypto Genius Konsortium von Nachrichtenorganisationen, das Standards für Transparenz entwickelt.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde wies darauf hin, dass ein digitaler Euro nicht nur etwas für die Elite oder die Jugend ist.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am 23. Januar einen Tweet gepostet, in dem EZB-Präsidentin Christine Lagarde einen richtig umgesetzten digitalen Euro als „für alle Bürger von Nutzen“ bezeichnet.

Ein digitaler Euro, wenn er denn eingeführt würde, wäre ein Dienst für alle Bürger. Aber so weit sind wir noch nicht – es ist noch mehr Arbeit nötig, um die damit verbundenen Probleme zu lösen.
⁰Learn more about a digital euro https://t.co/RiwOCers68 pic.twitter.com/uUEhkHL5B2

– European Central Bank (@ecb) January 23, 2021

Lagarde äußerte sich bei der Sitzung des EZB-Rats in Frankfurt am Main.

China zur Kenntnis genommen

Lagarde stellte ihrer Aussage über den allgemeinen Nutzen des digitalen Euro einen Hinweis auf die Verwendung von Zentralbank-Digitalwährungen (CBDC) in anderen Ländern voran. Insbesondere erwähnte sie Chinas „ziemlich groß angelegtes“ Pilotprogramm.

Chinas digitaler Yuan spielt eine große Rolle in den Plänen der EZB für eine europäische CBDC. Im November 2020 beschrieb die EZB auf der Konferenz „Future of Payments in Europe“ in Frankfurt am Main ihre ersten Vorstellungen von einem europäischen CBDC. EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta erklärte, die Zentralbank wolle „effiziente, inklusive und sichere Zahlungen im digitalen Zeitalter“ gewährleisten.

Panetta sprach aber auch über die doppelte Bedrohung durch Stablecoins und insbesondere ausländische CBDC. Die Banker sahen eine ausländische CBDC, die von den Bürgern Europas als primäres Zahlungsmittel verwendet wird, als Bedrohung für die Souveränität der Eurozone. Darüber hinaus wurden diese Kommentare gemacht, als China den digitalen Yuan im heimischen Einzelhandel einführte.

Sollten sie sich Sorgen machen?

Chinas digitale Währungspläne beinhalten eine internationale Expansion. Am 16. Januar gab Chinas Blockchain Service Network (BSN) seine Pläne für 2021 bekannt. BSN kündigte nur Blockchain-Expansion im Ausland an. Zu diesen Ambitionen gehört der Ausbau von BSN-Blockchain Public City Nodes in 50 Städten in Industrie- und Entwicklungsländern.

Gleichzeitig will BSN weiterhin die Einführung des digitalen Yuan in China ermöglichen. Die EZB wird diese beiden Entwicklungen mit einiger Sorge beobachten, wenn die Aussagen vom November ein Hinweis darauf sind.
Ein amerikanischer Weg

Die Veränderungen in der US-Bundesregierung werden die Weichen für die Entwicklung eines amerikanischen CBDC für die nächsten vier Jahre stellen. Zum jetzigen Zeitpunkt hinken die USA sowohl der Eurozone als auch den Chinesen hinterher.

Washington hat es nicht eilig, diesen Rückstand aufzuholen. Am Donnerstag, den 14. Januar, sagte der Vorsitzende der US-Notenbank Jerome Powell gegenüber Yahoo Finance, dass die Schaffung einer US-Zentralbank etwas ist, das man vorsichtig angehen sollte. Powell sagte auch Yahoo Finance, dass, soweit es ihn betrifft, die USA einen First-Mover-Vorteil hat, weil der Dollar die Reservewährung der Welt ist.